Musical / Show

The Blues Brothers

So, 11. November 2018 18:00

Großer Saal
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The Blues Brothers

Wer hätte gedacht, dass aus zwei überdimensionalen Bienen eines Tages eines der berühmtesten Duos der Musik- und Filmgeschichte werden würde? 1976 traten die Fernsehkomiker Dan Aykroyd und John Belushi zum ersten Mal in der legendären Comedysendung „Saturday Night Live“ gemeinsam auf, schnell waren sie als Stammbesetzung engagiert. In schwarz-gelbem Streifenkostüm und wippenden Insektenfühlern aus Spiralfedern sang John Belushi den Bluesklassiker „I’m a King Bee“ von Harpo Slim. Während der schlaksige Dan Aykroyd stoisch die Mundharmonika blies, verblüffte der kleine Kugelblitz Belushi mit gekonnten Flickflacks quer durchs Fernsehstudio.

 

Die Flickflacks und der Blues blieben, die Farben änderten sich: In schwarzen Anzügen, mit schwarzem Hut und schwarzer Sonnenbrille traten die beiden von nun an als „The Blues Brothers“ auf. Im Zeitalter von Disco und Funk spielten die beiden unter den Pseudonymen Jake (John Belushi) und Elwood Blues (Dan Aykroyd), die Musik der Superstars der Black Music. In der Folge traten die beiden regelmäßig mit der SNL-Studioband auf. Das erste Album der Blues Brothers („Briefcase Full Of Blues“) erschien 1978. Eine ausgedehnte US-Tour folgte. Doch nicht allein musikalisch überzeugten die zwei: Legendär wurden die Ansagen von Elwood Blues bei den Konzerten; die Musiker der Band bekamen Gesichter und klingende Namen wie „Matt ‚Guitar‘ Murphy“ oder „Blue Lou Marini“. Da der Plattenvertrag der Band einen kurzen Promotionsfilm vorsah, machte sich Aykroyd daran, das Drehbuch zu schreiben. Als er aber 324 Seiten ablieferte, war sofort klar: Die Geschichte der beiden Verlierer, die sich auf den Weg machen, das Waisenhaus zu retten, in dem sie aufgewachsen sind und ihre alte Band zusammentrommeln, um ein letztes triumphales Konzert zu geben – das wird ein etwas größeres Projekt. Analog zu der Geschichte machte sich Dan Aykroyd auf und gewann als Regisseur John Landis. Neben den Titelhelden bevölkern in diesem Film viele der musikalischen Vorbilder wie James Brown, Aretha Franklin, John Lee Hooker, Ray Charles und der unvergessene Cab Calloway, der mit seinem Hit „Minnie the Moocher“ zeigt, wie sehr die Blues Brothers bei aller Komik eine ernstgemeinte Hommage an eine große Musiktradition darstellten. Vor allem aber stellte der Film einen Rekord auf, was die Zahl zerstörter Polizeiautos betraf.

Der frühe Tod von John Belushi 1982 setzte der Karriere der Blues Brothers ein jähes Ende. Erst Jahre später wurde mit dem Film „Blues Brothers 2000“ die Wiederbelebung des Mythos in Angriff genommen – das Scheitern dieses Versuchs konnte der Legende des Originals keinen Abbruch tun.

Veranstalter: HB Concerts